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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

sherlock, sherlock holmes, manga, krimi, carlsen

Sherlock 1

Jay. , Mark Gatiss , Steven Moffat , Gandalf Bartholomäus
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.03.2017
ISBN 9783551728845
Genre: Comics

Rezension:

Die ersten Seiten waren in einem glänzenden Papier gehalten und besaßen bunte Abbildungen, die neugierig auf die Geschichte machten. Die folgenden Seiten bestanden aus einem rauen Papier mit schwarz/weiß/grauen Abbildungen, was mir gut gefallen hat. Mein Vorhaben war in den Manga reinzulesen und ein Gefühl dafür zu bekommen. Nach 1-2 Stunden merkte ich, dass ich nur so durch die Seiten flog und die Geschichte komplett verschlungen hatte.
Thematisch drehte sich die Ausgabe um das Kennenlernen von Sherlock Holmes und Watson, einem Militärarzt der gerade aus dem Krieg zurückgekehrt ist und körperliche aber insbesondere seelische Wunden erlitten hat. Gemeinsam gehen sie auf Verbrecherjagd im modernen London. Gekonnt wurden einzelne Aspekte des Falls beleuchtet und nach und nach aufgedeckt, ich wurde von Sherlocks Begeisterung gänzlich mitgerissen.
Den realistischen, klaren und detaillierten Zeichenstil fand ich persönlich sehr angenehm, da ich grundsätzlich kein Fan von Mangas und den sonst dafür typischen Zeichnungen bin. Durch die Trennlinien zwischen den Abbildungen war der Manga klar strukturiert und übersichtlich. Auch ich als Neuling hatte den Dreh des besonderen Lesens recht flott raus.
Die mimischen Darstellungen empfand ich als gelungen, ebenso den literarischen Stil der Gespräche und Co. Ich musste oft lachen, insbesondere über Sherlocks arrogante und sarkastische Art. Ich muss dazu sagen, dass ich bisher nichts sherlockmäßiges gelesen oder gesehen hatte und dementsprechend total unvoreingenommen an die Sache herangegangen bin und somit auch keinerlei Vergleiche zu Serien oder Filmen ziehen kann. Die Persönlichkeit des Protagonisten war für mich ein Highlight, aber auch Watson konnte mich für sich gewinnen, er durchlebte eine tolle Entwicklung. Die Interaktion der beiden war wahrlich großartig. Eindrucksvoll fand ich die minimalistischen Zeichnungen (schwarze Linien auf weißem Hintergrund) der Hauptcharaktere in den letzten Buchseiten als Abschluss.
Sherlock 1: Ein Fall von Pink konnte mich als Manganeuling bzw. Nichtleserin dieser Lektürenart durch den angenehmen, realistischen Zeichenstil, den Humor und die faszinierenden Charaktere langfristig beeindrucken. Ich kann das Buch allen Fans von Sherlock empfehlen – oder denen, die es noch werden wollen – ebenso denjenigen, die sich an Mangas probieren möchten.
Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.

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305 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, der prinz der elfen, prinz

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwei Geschwister, die total unterschiedlich sind, skurrile Charaktere, magische Wesen, Fantasy in einem modernen Setting, Rollenumkehr und eine düstere Atmosphäre. Eine Geschichte, die anders ist, als das was ich bisher kennengelernt habe, ein Schreibstil, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Es geht um Hazel und Ben, um ein Wechselbalg und einen Prinzen, der nicht die ganze Zeit im Mittelpunkt steht, in einem Ort namens Fairfold, der an das Elfenreich anschließt, welches zahlreiche märchenhafte Aspekte bedient.
Nach dem verwirrenden Anfang konnte mich die Geschichte durch viele sehr gelungene Aspekte in den Bann ziehen. Zunächst fand ich insbesondere die Protagonistin Hazel total komisch, ich benötigte eine Zeit um mit ihr warm zu werden. Aufgrund ihrer starken, coolen und mutigen Art gelang mir das aber zum Glück im Verlauf. Es handelte sich um eine taffe Heldin, die sich selbst retten und gut für sich sorgen konnte. Ihr Bruder Ben hingegen wirkte eher feminin und weich, ich hatte das Gefühl, dass in dem Buch einige Rollenklischees gekonnt durchbrochen wurden. Auch der Prinz, der optisch sehr interessant beschrieben wurde (ich hätte mir Illustrationen gewünscht) stand als solches nicht durchgehend im Mittelpunkt des Geschehens, ebenfalls ging es überhaupt nicht darum, eine Prinzessin zu finden.
Die Geschichte beinhaltete eine angenehme Mischung aus modernen und fantastischen, magischen Elementen, wobei letztere für mich überwogen haben. Es gab Menschen und ein Wechselbalg – Jack, der von den Elfen abstammte. Auch traf ich auf das kleine Volk (Elfen) und andere magische Wesen und Monster, wie Wasserhexen, einen Barghest (Wikipedia: magischer schwarzer Hund mit riesigen Reißzähnen und Klauen), den Erlkönig und einen gehörnten Jungen. Mir persönlich waren fast alle der Wesen bisher eher unbekannt, ich fand es schön, sie in einem Buch anzutreffen und etwas über sie zu erfahren, die Beschreibungen gefielen mir besonders gut. Die Atmosphäre wirkte insgesamt märchenhaft und düster. Die Rolle und Entwicklung des Ungeheuers fand ich ziemlich cool.
Dadurch, dass ich den Klappentext nie lese, bevor ich ein Buch beginne, gab es zahlreiche Überraschungen für mich die Handlung und Charaktere betreffend. Die Thematik war für mich komplett neu und durch den Schreibstil lebhaft umgesetzt. Besonders schön fand ich die frischen Rückblicke in die Kindheit der beiden Geschwister. Den Aspekt mit den Hippie-Eltern hätte ich gerne noch näher betrachtet, insbesondere die Vergangenheit und die entstandenen Konsequenzen für die Kids betreffend, was in Kurzform angerissen wurde. Die Darstellung des Volkes von Fairfold und dessen teilweise starre und voreingenommene Ansichten fand ich gelungen.
Der Prinz der Elfen konnte mich nach kleinen Startschwierigkeiten überzeugen. Besonders gut gefielen mir die märchenhafte, düstere Atmosphäre, die Vielfalt der Charaktere und Wesen und die frische Thematik. Die Protagonistin Hazel beeindruckte mich durch ihre coole, mutige Art. Angenehm war vor allem, dass sie nicht gerettet werden musste, sondern ihre eigene Heldin war. Ein Buch der Kategorie Buchtipp.
Vielen Dank an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

A House Divided - Ein gefährliches Erbe

Haiko Hörnig , Marius Pawlitza
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.05.2016
ISBN 9783551713124
Genre: Comics

Rezension:

In dem Comic geht es um Henrietta, die ein mysteriöses Haus erbt, in dem es ordentlich zur Sache geht, gefüllt mit Magie, Banditen und Soldaten. Zunächst steht sie dem Ganzen eher skeptisch gegenüber, lässt sich aber darauf ein und erkennt recht schnell, dass der Turm von Gefahren und Geheimnissen wimmelt.
Schon das Cover des Comichefts überzeugte mich durch einen angenehmen, weichen Zeichenstil, der sich durch die Seiten zog. Richtig gelungen fand ich die dargestellte Mimik der Charaktere, insbesondere der Protagonistin Henrietta, sodass ich auch ohne zu lesen oftmals wusste, was in etwa in ihr vorging. Trotz weniger Heftseiten durchlebte Henrietta eine große Entwicklung, auf deren weiteren Verlauf ich sehr gespannt bin. Ihre optische Darstellung fand ich passend. Die Handlung war durchweg sehr spannend, teilweise total skurril und witzig, die Charaktere vielseitig. Mit nur 96 Seiten blieb allerdings einiges offen, was hoffentlich im zweiten Teil näher erklärt wird.
Die Geschichte endete mit einem saftigen Cliffhanger, der mich total neugierig auf den zweiten Band Ein Licht im Dunkeln stimmt, der Ende November** erscheint. Hilfreich fand ich die Auflistung der Personen hinten im Heft, auch gab es ein Rezept einer Speise, die erwähnt wurde.
A House Divided konnte mich als absoluten Comicneuling durch einen ansprechenden Zeichenstil, interessante Charaktere und einen spannenden Verlauf überzeugen. Besonders gut gefielen mir die Bilder, die ganze Seiten füllten und die hilfreiche Auflistung der Charaktere am Heftende. Der erste Band stellt somit einen angenehmen Einstieg dar und macht Lust auf mehr. 

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520 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 132 Rezensionen

liebe, rockstar, jamie shaw, rock my heart, musik

Rock my Heart

Jamie Shaw , Veronika Dünninger
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 13.02.2017
ISBN 9783734102684
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine Buchreihe, die aktuell in aller Munde ist, auch ich kam nicht mehr drum herum. Spätestens als die meisten Mädels aus meiner Bloggergang total geschwärmt haben war mir klar: ich muss dieses Buch lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, jedoch kann ich mich den unendlichen Schwärmereien nicht wirklich anschließen.
Die Geschichte von Rowan war super spannend, sodass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und das Buch somit in kurzer Zeit beenden konnte. Sie beinhaltete eine angenehme Mischung aus Dramatik, Romantik, Erotik und Kitsch. Die Charaktere waren allesamt interessant, allen voran Dee, die durch ihre Eigensinnigkeit punktete und einfach das machte, worauf sie Lust hatte. Von den Bandmitgliedern konnten neben Adam vor allem Mike und Shawn meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ich bin sehr gespannt auf ihre Geschichten. Rowan war eine authentische Protagonistin, die für mich nachvollziehbar handelte.
Die Thematik war für mich neu, da ich bisher wenig Berührungspunkte mit Bandgeschichten hatte, weder real noch in Büchern. Meiner Meinung nach wurde das ganze Setting und die Atmosphäre gut rüber gebracht.
Rock my Heart ist für mich eine spannende, romantische Lektüre für zwischendurch, die mich jedoch thematisch nicht langfristig beeindrucken konnte. Trotzdem bietet sie Material für ein paar entspannte Lesestunden, somit werde ich auch die anderen Teile lesen, auf die ich schon sehr gespannt bin. 

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591 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 106 Rezensionen

black blade, magie, fantasy, jennifer estep, monster

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Viel zu lange schlummerte der finale Band der Black Blade Reihe ungelesen im Regal. Ich liebe die Geschichte um die loyale und mutige Diebin Lila und wollte nicht, dass sie ihr Ende nimmt. Und jetzt ist es tatsächlich vorbei.

Der Einstieg erfolgte problemlos, er knüpfte recht nahtlos an das Ende des zweiten Bandes an. Ich fand es so schön, wieder zurück in Cloudburst Falls zu sein und Lila, Devon, Deah und Co. wieder zu treffen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, er schaffte, dass emotionale und dramatische, aber auch hoffnungsvolle Momente hervorragend projiziert wurden. Gestärkt wurde dies durch die kleinen Cliffhanger an den Kapitelenden, die natürlich dafür sorgten, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Ich konnte mich gut mit Lila identifizieren, wie schon in den beiden Teilen zuvor. Sie war ein wahnsinnig starker, mutiger Charakter, der stets für seine Freunde einstand und für sie kämpfte. Ich liebte ihre Toleranz allen Lebenwesen gegenüber, insbesondere gegenüber der Monster in Cloudburst Falls. Und so wären wir schon bei meinem Liebling in dem Band – Lochness. Ja, ihr habt richtig gelesen. Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich fand die Rolle des Monsters großartig integriert, inklusive schöner Botschaft. Richtig schön und emotional fand ich die Erinnerungen an Lilas Mutter Serena, die immer wieder in den Verlauf der Geschichte eingebracht wurden. Auch Seleste war mit ihren Visionen und ihrer verrückten Art, die eine Leichtigkeit mit sich brachte und dafür sorgte, Situationen aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, eine meiner Lieblinge.

Thematisch drehte sich dieser Teil um einem dramatischen Krieg zwischen bestimmten Familien mit verheerenden Auswirkungen. Nicht nur die Sinclairs und die Draconis kamen zum Zug, sondern auch die bereits bekannten anderen Familien. Wie die einzelnen Rollen aussahen solltet ihr natürlich selbst herausfinden. Nur so viel – es gab einige überraschende Auftritte und Wendungen. Die Interaktion zwischen Deah und Lila fand ich sehr gelungen, beide waren tolle, starke Charaktere, die ich wahnsinnig gerne begleitet habe.

Das Ende war ehrlich gesagt genau so wie ich es mir gewünscht hatte. Ich verdrückte eine Träne und verabschiedete mich nur sehr schwer von Lila und ihren Freunden, ihrer Familie und den Wesen in Cloudburst Falls.

Black Blade 3 ist ein gelungener Abschluss der Trilogie und mein Highlight der Reihe, die ich allen empfehlen kann, die gerne Fantasyromane in Kombination mit jugendlichen Charakteren lesen. Sie kommt gänzlich ohne Kitsch aus, wirkt wenig klischeehaft, dafür aber emotional, dramatisch und hoffnungsvoll zugleich. Sie beinhaltet Themen wie Freundschaft, Liebe, Familie und Loyalität in einem atmosphärischen Setting. Für mich ein Liebling, was ich auf die gesamte Reihe beziehe. 

Vielen Dank an den PiperVerlag für das Rezensionsexemplar.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

natasha frien, lgbt, samenspende, magellan, magellan verlag

No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

Natasha Friend , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734850295
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zu Beginn hatte ich ein paar kleine Schwierigkeiten, einen Einstieg zu bekommen. Ich kam aufgrund mehrerer genannter Namen durcheinander, ebenso wusste ich nicht genau, wer jetzt als Mutter bezeichnet wurde. Aber daraufhin flog ich nur so durch die spannende Geschichte, die zahlreiche besondere Themen aufgriff – Homosexualität, Krankheiten, Adoption, Samenspende, Mobbing. Auch die liebevolle optische Gestaltung gefiel mir richtig gut, was bei den Büchern aus dem Magellan Verlag meistens der Fall ist.
Die Darstellung des Schulalltags der Protagonistin Hollis fand ich gut gelungen und authentisch, ebenso ihr Verhalten und die jugendlichen Krisen die sie so durchlebte. Etwas überzogen und fragwürdig empfand ich allerdings den Umgang mit bestimmten Jungs aus ihrem Umfeld im Hinblick auf ihr Alter von 14 Jahren. Auch JJ kam fraglichen Freizeitbeschäftigungen nach, die Darstellung davon fand ich für Kids und insbesondere Leser in dem Alter etwas unangemessen, auch wenn Hollis und Milo sich klar abgrenzten.
Zunächst fehlten mir in dem Buch die kindlichen Anteile, viele der Charaktere wirkten ernst und erwachsen. Später wurde der Umgang untereinander leichter und humorvoller, sodass ich auch wirklich das Gefühl hatte, dass es sich um Kinder handelte, die zwischen 14 und 16 waren. Hollis war eine authentische und angenehme Protagonistin mit Ecken und Kanten, die nicht auf den Mund gefallen war. Auch ihren Halbbruder Milo fand ich sympathisch. JJ war abgesehen von seinen zwielichtigen Freizeitaktivitäten, denen er punktuell nach kam, ein loyaler und sympathischer Freund, der zwar ein eigenes Päckchen zu tragen hatte, das sich jedoch für den Moment nicht abladen ließ, aber trotzdem seinen Freunden immer zur Seite stand, auch punktete er durch Ehrlichkeit.
Richtig toll fand ich die witzigen und jugendlichen Dialoge der Kids, ebenso die SMS und Mails, die mich zum Lachen bringen konnten und eine Leichtigkeit in die Geschichte transportierten, die bei der Thematik in einem Jugendbuch notwendig war. Der Humor war großartig, ebenso die kleinen Albernheiten. Auch gab es witzige Schlenker zur bekannten Buch- und Filmreihe Der Hobbit, was ich sehr angenehm fand.
Das zentrale Thema Familie wurde super integriert und umgesetzt, auf eine sehr besondere Art und Weise. Es handelte sich um einen witzigen Haufen voller skurriler Charaktere, alle mit ihren speziellen Eigenheiten, alle total liebenswert. Den Fall, dass ich noch alle wichtigen Personen nach dem Lesen auf dem Schirm habe und ihnen spezifische Eigenschaften zuordnen kann gibt es relativ selten. Somit: Hut ab! Auch der besondere Aspekt der Samenspende wurde gelungen in die Geschichte integriert und jugendlich sowie verständlich thematisiert.
Das Ende wirkte für mich jedoch nicht ganz rund, es blieben ein paar wichtige Fragen offen. Gewünscht hätte ich mir noch eine mini kleine Auflösung der eigentlichen Problematik, die sich durch die gesamte Geschichte zog und irgendwie nun ein wenig in der Luft schwebte.
No. 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam stellt für mich ein lesenswertes Jugendbuch mit einer besonderen Thematik dar, die mir in der Form bisher noch nicht begegnet ist und gelungen umgesetzt wurde. Es wirkt locker und humorvoll, verliert die nötige Ernsthaftigkeit jedoch nicht aus den Augen. Besonders gut gefielen mir die Charaktere, zumal einige davon total skurril, aber liebenswert wirkten und der humorvolle und wertschätzende Umgang der Kids untereinander. Für mich eine Geschichte der Kategorie Buchtipp.
Vielen Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar*.

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, der koffer, missbrauch, familie

Der Koffer

Robin Roe , Sonja Finck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560292
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Eigentlich hatte ich dieses Buch für den August eingeplant. Dank einer Twitter-Umfrage nahm ich es mir als nächste Lektüre vor. Am 30.07. dachte ich dann, ich lese mal rein. Kann ja nicht schaden. Und gestern, am 31.07. war ich durch. Im wahrsten Sinne des Wortes, übrigens.


Eine emotionale Geschichte voller Schmerz und Liebe, wobei ich nicht sagen kann, was überwogen hat. Die Geschichte wurde aus zwei Sichtweisen erzählt, Adam und Julian. Die Kapitel waren überwiegend recht kurz. Es gab eine Stelle, die mich so schockiert hat, dass mir die Luft wegblieb und ich die Hand vor den Mund schlug. Wenn ich darüber nachdenke, wiederholt sich der Effekt abgeschwächt. Diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben, wissen vielleicht wovon ich spreche. Vermutlich war ich genauso schockiert wie Julian, nur nicht so ängstlich, denn zum Glück stand ich nicht an seiner Stelle. Noch lange wird dieses Erlebnis, diese Geschichte nachhallen und mich beschäftigen.


Geweint habe ich nicht, wie viele andere es prophezeit haben. Nimm dir auf jeden Fall Taschentücher zur Hand, wurde mir geraten. Ich hatte keine zur Hand. Aber ich brauchte sie auch nicht. Die Geschichte war unglaublich traurig, unglaublich schockierend und schmerzhaft. Durch meine Arbeit in der Psychiatrie habe ich jedoch sicherlich eine gewisse Distanz, sodass ich es aus einem anderen Blickwinkel betrachten konnte. Die Rolle von Russel fand ich grausam, aber gelungen dargestellt und integriert. Sein Auftreten sorgte nicht nur bei Julian für Gänsehaut.


Julian war ein interessanter Protagonist. Er war eigenartig, liebenswert und besonders. Auch Adam fand ich sympathisch. Durch seine Symptomatik hatte er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, er fand im Laufe seines Lebens aber einen guten Weg, mit ihnen umzugehen und seinen Alltag sowie soziale Kontakte zu meistern. Er war ein Sonnenschein in der dunklen Welt von Julian. Adams Freunde fand ich allesamt einzigartig, jeder hatte seine eigene interessante Geschichte, die in den Verlauf Einfluss nahm. Charlie durchlebte meiner Meinung nach die bemerkenswerteste Entwicklung.


Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten. Ich denke, dass die Altersangabe treffend gewählt wurde. Jüngeren Menschen würde ich nicht dazu raten, die Geschichte zu lesen. Älteren auf jeden Fall, jedoch sollte man sich über die Emotionalität und Grausamkeit der Thematik im Klaren sein. Es handelt sich keinesfalls um ein leichtes, lockeres Jugendbuch.


Der Koffer ist eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste und durch das Erfahren von Freundschaft & Liebe langsam zurück ins Leben findet. Ich kann sie jedem empfehlen, der nicht vor der Darstellung langfristig traumatischer Erlebnisse, die der Protagonist durchlebt, zurückschreckt und damit umgehen kann. Für mich ist es durch die Besonderheit der Thematik, den fesselnden Schreibstil und die gelungen gezeichneten Charaktere ein Liebling. 

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217 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, gesa schwartz, herz aus nacht und scherben, venedig

Herz aus Nacht und Scherben

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.10.2016
ISBN 9783570164501
Genre: Jugendbuch

Rezension:




Schon die Leseprobe sorgte bei mir für Gänsehaut, ich wurde neugierig auf die Geschichte von Milou, die in Venedig spielt. Unmittelbar nach dem Lesen habe ich versucht, meine Gedanken auf einen Notizzettel zu bringen, was mir gar nicht so leicht gefallen ist. Es handelte sich um ein sehr besonderes Buch mit einer fantasievollen Geschichte und einem abstrakten, teilweise poetischen Schreibstil.


Das erste Drittel und auch der Beginn gefiel mir richtig gut, ich wurde mit beiden Welten bekanntgemacht, wobei mir die Paralellwelt der Scherben, das Reich der verlorenen Gedanken, Wünsche und Träume, natürlich besonders gut gefiel. Sie wirkte sehr düster und magisch, womit sie eine ganz spezielle Atmosphäre besaß, was durch den abstrakten Schreibstil zusätzlich genährt wurde. Auch war mir Nív, der in der Welt als Rabendwandler lebt, sehr sympathisch, wenn ich ihn zunächst auch nicht greifen konnte. Die „normale“ Welt spielt sich im beeindruckenden Venedig ab, was Gesa Schwartz ebenfalls gelungen beschrieben und in die Geschichte integriert hat. Das Wechselspiel der beiden Welten gefiel mir insbesondere durch die gekonnt geschaffenen Vergleiche richtig gut. Es wurde stets benannt, um welche Gebäude es sich in der normalen Welt handeln würde und wie sie nun, in der Scherbenwelt, dargestellt werden. Einzelne Situationen wirkten traumhaft, oft auch wie Alpträume. Sie wirkten abstrakt und manchmal skurril, der Schein trog mich nicht selten. Es gab manche Situationen, die einen Schauer durch meinen Körper jagten.


Die Charaktere waren allesamt sehr gut gezeichnet, ich hatte sie bildlich vor Augen und musste oft über die gekonnten Beschreibungen schmunzeln. Mein Highlight war der tierische Begleiter des Pala’Dheys. Die Protagonistin Milou wurde mir vor allem zum Ende hin sympathisch, sie durchlebte eine grandiose Entwicklung, indem sie die Rollen umkehrte und endlich an Mut und Leidenschaft gewann. Sie begab sich gemeinsam mit Nív, der zunächst durch manche Aussagen und Handlungen nicht greifbar wirkte, auf eine abenteuerliche Suche nach dem Pala’Dhey, einem mächtigen Magier in der Scherbenwelt. Wer dieser in Wirklichkeit ist müsst ihr selbst herausfinden, für mich stellte diese Tatsache einen gelungenen Plott-Twist dar. Auch Asra fand ich großartig, über sie hätte ich gerne noch mehr erfahren. Jede der Personen besaß seine eigene besondere Vergangenheit, die in den Verlauf einfloss.


Das zweite Drittel des Buches zog sich etwas hin, sodass ich es zwischendurch aus der Hand legte und zu anderen Büchern griff, was mich später etwas raus gebracht hat. Das letzte Drittel konnte aber wirklich alles, was mir zuvor negativ aufgefallen ist, wett machen. Die Spannung wurde nochmal richtig angehoben und ich verliebte mich in die Idee der Geschichte. Vielleicht sollte ich es irgendwann erneut lesen, dann aber in einem Stück, ohne Unterbrechungen. Das Ende war abgeschlossen und traumhaft umgesetzt, im wahrsten Sinne des Wortes… Eine kleine Überraschung, die meine Sympathie und Begeisterung für Milou gesteigert hat. Die Aussage der Geschichte empfand ich als sehr gelungen.


Verliere nie den Glauben an deine Träume und Wünsche. Jeder besitzt ein Herz, das die Welt verändern kann. Und sei es nur die eigene kleine Welt.


Herz aus Nacht und Scherben gefiel mir trotz seiner Längen insgesamt richtig gut. Ich empfehle es allen, die sich nicht durch abstrakte Schreibstile abschrecken lassen und Lust auf eine fantasievolle Geschichte über die Magie der Träume und Wünsche, über Freundschaft und über das Vertrauen in sich selbst haben. Das Einordnen in eine Kategorie fällt mir aufgrund der Besonderheit und Abstraktheit dieser Geschichte wahnsinnig schwer, es bewegt sich irgendwo zwischen Buchtipp und Liebling.


Großen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

sarah nisse, amour fantastique, dark diamonds, carlsen, bibliophil

Amour Fantastique. Hüterin der Zeilen

Sarah Nisse
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.06.2017
ISBN 9783646300383
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


"…es gab bloß eine einzige Familie, deren magisches Metier das Metier des Geschichtenfindens war. Ihr Name war Familie Olivier, ein Haufen verrückter Frauen, die irgendwann beschlossen hatten, dass sie zum Glücklichsein nichts weiter brauchten als gute Geschichten, Vanilletörtchen, literweise Kakao und das Schnurren einer schläfrigen Katze."
[Amour Fantastique, Sarah Nisse]


Spätestens als ich dieses Zitat las war für mich klar, dass es sich bei Amour Fantastique um einen Wohlfühlroman handeln würde. Schließlich ging es um Magie, um Bücher, eine besondere Schreibfeder, gemütliche Schreibabende, um eine verrückte Familie, Katzen und Kakao. Aber auch das Wunderland spielte eine kleine Rolle.



Schon den Start der Geschichte fand ich wahnsinnig schön. Sarah Nisses Schreibstil wirkte besonders und unaufgeregt, was die magische Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zog, gut unterstützte. Zu Beginn wurde ich Stück für Stück in die verrückten Familien- und Wohnverhältnisse der Oliviers eingeführt und erfuhr wichtige Details über Lilys aktuelle Situation. Wir befanden uns quasi unmittelbar bei einem ihrer typischen Schreibabende, der jedoch durch den Auftritt eines sehr unsympathischen Familienmitglieds gestört wurde. Daraufhin war klar, dass die Oliviers Geld benötigten. Der Auftrag, ein ganz bestimmtes Manuskript zu lesen und zu verbessern kam also wie gelegen. Dadurch kam also Frédéric ins Spiel, der zunächst total arrogant und unreflektiert wirkte.


Die Geschichte nahm ihren Lauf und hielt die eine oder andere Überraschung bereit, insbesondere aber bezüglich Frédéric, der einiges zu verbergen schien. Die Integration eines kleinen Wunderland-Clubs fand ich super gelungen, jedoch hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren. Insgesamt fand ich, dass es ein paar Stellen gab, die gerne hätten weiter ausgeführt werden können, sodass ich sagen würde, dass ein paar Seiten mehr nicht geschadet hätten.


Neben Überraschungen, für die einzelne Personen sorgten, gab es auch dramatische Ereignisse. Nichtsdestotrotz wirkte der Plot für mich etwas vorhersehbar, aber trotzdem spannend und schön. Ich konnte mich gut auf die magische Geschichte einlassen und habe die gemütlichen Lesestunden wirklich genossen. Die Idee hinter der Geschichte fand ich sehr interessant, auch empfand ich die Beschreibungen der Handlungsorte durchaus gelungen. Ich mochte die durch den angenehmen Schreibstil erschaffene Atmosphäre, die sich zwischen Pariser Charm und magischer Fantasywelt mit Märchen- und Romanelementen bewegte. Der Charm sprühte auf mich über, sodass ich am liebsten mit Lily im Café sitzen und Menschen beobachten wollte, während wir einen Kaffee trinken und Baguettes essen. Die Charaktere fand ich interessant, insbesondere die beiden Protagonisten Lily und Frédéric. Angenehm war vor allem der Aspekt, dass beide so ihren eigenen Lebensstil lebten, die zwar an sich verschieden waren, aber durchaus Punkte teilten, allen voran die Liebe zum geschriebenen Wort und die Magie dessen. Die Rolle von Florence fand ich übrigens hervorragend umgesetzt, ihre unauthentische Art sorgte bei mir von Beginn an für ein Schaudern.


Amour Fantastique hat mir ein paar gemütliche Lesestunden beschert, in denen ich besonders die magische Atmosphäre und den unaufgeregten, besonderen Schreibstil genossen habe. Ein paar Aspekte hätten gerne weiter ausgebaut werden können, vor allem über den Wunderland-Club hätte ich sehr gerne noch mehr erfahren, ebenso könnte ich mir einen differenzierteren Einblick hinter die besonderen Türen der im Buch beschriebenen fantastischen Welten gut vorstellen. Trotz Schwächen spreche ich eine Leseempfehlung für Fans romantischer Fantasyliteratur aus und ordne das Buch der Kategorie Zwischendurchlektüre zu. 


Vielen Dank an den Carlsen Verlag & Sarah Nisse für das Rezensionsexemplar!

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620 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, goldener käfig, die farben des blutes, victoria aveyard, jugendbuch

Goldener Käfig

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.06.2017
ISBN 9783551583284
Genre: Jugendbuch

Rezension:


ENDLICH konnten wir den dritten Band der Farben des Blutes Reihe in den Händen halten, nachdem der zweite vor knapp einem Jahr so dramatisch geendet hatte. Für mich war es nicht ganz so schlimm, da ich ja auch den zweiten Teil erst kürzlich gelesen habe. Der dritte knüpfte direkt an das Ende des zweiten Teils an, was ich sehr gelungen fand.


Bereits nach wenigen Seiten merkte ich, dass sich etwas verändert hat. Der Schreibstil wirkte viel bildhafter, viel beschreibender, viel detailverliebter. Auch die Protagonistin Mare war mir endlich wieder sympathisch, sie war insgesamt authentischer, angenehmer und greifbarer. Zahlreiche Ereignisse prägten sie und beeinflussten ihre Denkweise und ihre darauffolgenden Handlungen. Sie war nicht perfekt, und das hat sie eingesehen und wiederum für sich genutzt.


Interessant fand ich, dass dieser Band aus drei verschiedenen Perspektiven erzählte, was mich positiv überrascht hat. Dadurch erhielt ich hilfreiche Einblicke in die persönlichen Umstände der Charaktere sowie in die eigene Reflexion dessen. Sehr gelungen fand ich die Tatsache, dass man die verschiedenen Erzählweisen sogar anhand des Schreibstils merkte, sodass ich gar nicht unbedingt in der Überschrift lesen brauchte, wem das Kapitel zugeordnet war. Auch gab es viele kleine Rückblicke und eine ganz bestimmte Zusammenfassung tragischer Ereignisse, die auf einem schmerzhaften Weg erfolgte, in der Umsetzung meiner Meinung nach aber sehr gelungen war.


Schön war es, viele der Charaktere wieder zu treffen. Besonders Camerons Art fand ich großartig. Sie war sehr ehrlich & direkt und sagte stets was sie denkt. Sie erinnerte mich an Raven aus der Serie The 100, was ich bereits in meinem Blogtourbeitrag erläutert habe. Den Auftritt von Nanny fand ich sehr spannend, auch wenn er tragische Konsequenzen beinhaltete. Auch Evangelinas Rolle fand ich wahnsinnig interessant, was ich jedoch aus Spoilergründen nicht näher erläutern werde. Lasst euch überraschen, ihr gelungen gezeichneter Charakter hält einiges bereit. Ihre Fähigkeit des Magnetors fand ich super cool, ebenso aber die Fähigkeit ihrer Mutter, die eine Tierflüsterin war und zeitweise mit einer riesigen Raubkatze durch die Gegend rannte.


Die Thematik fand ich dieses Mal insgesamt viel spannender und mitreißender. Es gab viele Momente, die mir den Atem raubten. Ich durchlebte eine Achterbahnfahrt aus Anspannung, Hoffnung, Trauer, Wut, Liebe, Mut, Enttäuschung, Verzweiflung,… Die Darstellung der kleinen und großen Kämpfe waren überwältigend, die Beschreibungen der Ortschaften beeindruckend. Von den facettenreichen Personen und ihren besonderen Fähigkeiten war ich begeistert. Die Rolle von Mares Familie war endlich mal wieder bedeutend, und meiner Meinung nach sehr passend in das dargestellte Setting integriert. Überrascht hat mich vor allem ihr Vater und seine Meinung zu Mares Auftrag. Schön fand ich auch den thematisierten Kampf für Gerechtigkeit trotz gesellschaftlicher Unterschiede.


Es gab lediglich eine Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat: die Frage nach Farleys Motivation in dem Ganzen. An ihrer Stelle hätte ich mich nicht mehr in eine derartige Gefahr begeben. Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern.


Goldener Käfig hat mich mit seinem bildhaften Schreibstil, den hervorragend gezeichneten Charakteren, den beeindruckenden Fähigkeiten und den überwältigend beschriebenen Handlungsorten langfristig fasziniert und war für mich der stärkste Band der Reihe. Somit kann ich es vor allem denjenigen empfehlen, die noch mit sich hadern, ob sie die Reihe weiterlesen wollen. Es lohnt sich!


Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebesdrama, thronfolger, adlige familie, liebe, liebesgeschichte

Royal Me - The Birthday

Tina Köpke
E-Buch Text: 98 Seiten
Erschienen bei neobooks, 28.02.2017
ISBN 9783742795670
Genre: Liebesromane

Rezension:


Wie ihr meiner Rezension zur ersten Episode entnehmen könnt, fand ich den Einstieg sehr spannend. Und auch jetzt kann ich sagen, dass ich nach der zweiten Episode unbedingt mehr will. Übrigens ist dieses Cover in Grün, was meine Lieblingsfarbe ist, mein Favorit. Insgesamt gefällt mir die optische Gestaltung der Buchreihe durch die edle Schlichtheit richtig gut.


Der Start war humorvoll und knüpfte unmittelbar an das Ende der ersten Episode an, was ich sehr angenehm fand. Ich war direkt wieder im Geschehen drin und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit seinen 167 Seiten ermöglichte es mir einen angenehmen Leseabend.


Diesmal gab es einen differenzierteren Einblick in die Charaktere und deren Beziehungen untereinander. Alles wurde etwas mehr ausgeschmückt und ich bekam das Gefühl, dass ich ein Teil der Gruppe war. Die wechselnde Erzählweise verstärkte dies zusätzlich. Mein Liebling war Priya, die sich in dieser Episode selbst neu entdeckte, Freundschaft erfuhr und Freiheit kostete. Die Entwicklung von Callum fand ich sehr interessant, ich bin wahnsinnig gespannt darauf, was da noch kommt und welche Richtung das letztendlich annimmt. Aber auch Val macht seiner selbstsicheren Art wieder alle Ehre. Toll fand ich auch den Einblick in Mayas Gedanken.


In dieser Episode wurde ein Geburtstag gefeiert, wie der Titel schon verrät. Welcher, und was vor allem alles passiert, müsst ihr selbst herausfinden. Die Thematik fand ich spannend und erfrischend, insbesondere aber der Weg dahin und das damit einhergehende Gespräch mit Mrs Watson. Schön fand ich, dass das Thema Freundschaft näher beleuchtet wurde, inklusive Konflikte und Konsequenzen, aber auch dem Aspekt des Zusammenhalts.


Das Ende beinhaltete einen kleinen, recht emotionalen Cliffhanger, der sehr neugierig auf den weiteren Verlauf macht.


Royal Me: The Birthday war für mich ein spannender zweiter Band der romantischen Serie um die royalen Sprösslinge. Die zentralen Themen Freundschaft und Loyalität wurden meiner Meinung nach hervorragend integriert und in dem Setting umgesetzt. Es sorgte für angenehme Lesestunden, in denen ich des Öfteren lachen, aber auch hoffen und bangen musste. Meinerseits ein Buchtipp.


Vielen Dank an Tina Köpke für das Rezensionsexemplar!

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

freundschaft, familie, outen, gay-romance, vorurteil

No Return 1: Geheime Gefühle

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646603262
Genre: Liebesromane

Rezension:


Da das Buch nicht sehr viele Seiten hat, habe ich es in kurzer Zeit verschlungen, was aber auch an dem einfachen Schreibstil lag. Dieser ließ wenig Raum für eigene Interpretationen, da er viele ausschweifende Beschreibungen von Gedanken innerhalb innerer Monologe beinhaltete. Somit blieb auch das gewisse Etwas aus, weil vieles einfach vorweg genommen wurde, was man sich auch zwischen den Zeilen hätte denken können. Ich weiß nicht, ob ich zu viel von dem Buch erwartet habe, oder ob ich dem Stil einfach ein wenig „entwachsen“ bin, was keinesfalls böse klingen soll. Ich fand die Geschichte wirklich süß und erfrischend, auch musste ich das eine oder andere mal laut lachen. Aber.


Der Protagonist Tony war sehr sensibel und emotional, und leider auch ziemlich überdramatisierend. Er nahm regelrecht jedes Wort auf die Goldwaage und entwickelte mittelschwere bis schwere Dramen daraus, die sich meist in seinem Inneren abspielten. Manchmal übertrug er das aber auch auf seine Außenwelt, was jedes Mal für Konsequenzen sorgte, in die mehrere Personen involviert waren.


Die anderen Charaktere, beispielsweise seine Bandkollegen fand ich alle ganz interessant, jeder hatte so seine spezielle Art an sich, wobei zwei der fünf Jungs etwas kurz kamen. Über Tony, Drew und Shane erfuhr ich jedoch so einiges, was ich insgesamt sehr spannend fand. Mein Lieblingscharakter war Shane. Er hatte eine lockere und verständnisvolle Art an sich und zog stets sein Ding durch, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen, was andere denken. Auch Drew fand ich toll. Er war süß, hatte selbst ein paar Geheimnisse und war demnach nicht immer ehrlich, auch nicht zu sich selbst. Ätzend fand ich die Eltern von Tony. Sie waren das absolute Horrorbeispiel im Umgang mit einem homosexuellen Sohn. Dass Tony aber noch andere Familienmitglieder besaß, die hinter ihm standen, fand ich sehr angenehm.


Insgesamt boten die 226 Seiten einen tollen Einblick in das Leben eines jungen Bandmitglieds und seinen Alltag, inklusive der Suche nach sich selbst und dem Aufbau einer Akzeptanz seiner eigenen Sexualität. Das abrupte, offene und dramatische Ende hat mir mein Herz gebrochen. Auch, wenn mich die Geschichte nicht ganz überzeugen konnte, werde ich sicherlich irgendwann den zweiten Band lesen. No Return 1 war für mich eine süße Zwischendurchlektüre.


Vielen Dank an den Carlsen Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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1.199 Bibliotheken, 74 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

gläsernes schwert, fantasy, dystopie, victoria aveyard, mare

Gläsernes Schwert

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2016
ISBN 9783551583277
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich weiß gar nicht, seit wann dieses Buch ungelesen in meinem Regal stand. Auf jeden Fall war es schon eine Ewigkeit her, dass ich den ersten Teil gelesen habe und musste mich somit zunächst wieder zurechtfinden, insbesondere bei den vielen Namen, die es so gab. Positiv war dabei, dass der zweite Band unmittelbar an das offene Ende des ersten angeschlossen hat. 


Das Setting in diesem Band war recht wechselhaft, trotzdem kam ich immer gut mit. Die Beschreibungen der Ortschaften waren nachvollziehbar und bildhaft, sodass ich die Blitzwerferin Mare, den Flammenprinzen Cal, den Springer Shade, den Fischerjungen Kilorn und Hauptmann Farley auf ihrer turbulenten Suche begleiten konnte. Wonach solltet ihr natürlich selbst herausfinden.


Im Gegensatz zum ersten Teil gab es hier ein paar Aspekte, die mich gestört haben. Die Protagonistin Mare wirkte unfassbar Ich-bezogen und erwähnte ständig ihre Gabe, wie mächtig und stark sie doch als Blitzwerferin sei und wie mächtig und stark, und erwähnte ich schon, dass sie eine Blitzwerferin ist? Spaß bei Seite. Aber den Punkt fand ich leider sehr nervig und unangenehm, zahlreiche Monologe führten zum wiederholten Augenrollen bei mir. Die zweite Sache, die mich gestört hat war, dass es Personen gab die erwähnt wurden, interessante Fähigkeiten hatten.. und dann nie wieder aufgetaucht sind.


Sehr positiv fand ich, dass immer mal wieder wichtige bisherige Geschehnisse erwähnt, und  somit nach und nach wieder ins Gedächtnis gerufen wurden. Die (gemeinsame) Entwicklung von Cal und Kilorn fand ich sehr interessant. Das Auftreten weiterer Neublüter ging mit zahlreichen neuen Fähigkeiten einher, die allesamt richtig cool waren. Meine Favoriten waren Adas außergewöhnlich ausgeprägte Intelligenz und Merkfähigkeit sowie Camerons besondere, sehr starke Gabe. Insgesamt war Cameron übrigens mein Lieblingscharakter in dem Buch, weil sie es schaffte, Mare in die Schranken zu weisen. Aber auch Cal führte ihr immer wieder die Realität und ihre verbissene Art vor Augen, worüber ich sehr froh war.


Ein wichtiger Aspekt war meiner Meinung nach die Darstellung der drei Farben des Blutes und die damit einhergehende gesellschaftliche Trennung, ebenso der Kampf für Toleranz, was Kernthema des Buches war. Die Entwicklung der Geschichte war insbesondere zum Schluss hin rasant, sodass ich total mitfieberte. In den letzten Seiten beschlich mich dieses „Das kann doch niemals gut ausgehen jetzt“-Gefühl, das Ende kam dann im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knall und ließ mich sprachlos und vor allem neugierig zurück.


Gläsernes Schwert war für mich trotz Schwächen ein solider zweiter Band, der mich gut unterhalten hat. Die Spannung konnte die gesamte Zeit über gehalten werden. Das hochdramatische Ende, einzelne Charaktere und deren Fähigkeiten sowie die Grundthematik der Blutfarben und daraus entstehende gesellschaftliche Differenzen und Konsequenzen waren meine Highlights. Meinerseits ein Buchtipp.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hass, prophezeihung, high fantasy, thalél malis, nancy pfei

Thalél Malis

Nancy Pfeil
Flexibler Einband: 465 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 19.06.2017
ISBN 9783946843092
Genre: Fantasy

Rezension:


Schon vor einiger Zeit fragte Nancy Pfeil, ob ich ihr Fantasydebüt, Thalél Malis, vorab lesen möchte. Ohne das Cover zu kennen sagte ich zu, denn der Inhalt stimmte mich total neugierig. Als ich dann das Cover sehen durfte war es völlig um mich geschehen. Und wieso mir schon während des Lesens die Worte fehlten und mich das Buch sprachlos zurückließ erzähle ich euch jetzt…


Schon der Einstieg in die Geschichte sorgte bei mir für eine unmittelbare Erhöhung des Pulses. Ich wurde in Neylas Welt hineingeworfen und bekam einen Einblick in ihre Lebenssituation. Sie, als Prinzessin von Thalél Malis, wird von anartischen Gefangenen trainiert. Im Bogenschießen, im fluchtartigen Reiten und gleichzeitigem Zielen, im Nahkampf, im Überleben. Wieso insbesondere letzteres wichtig ist solltet ihr natürlich selbst herausfinden.


Ney(la) war eine großartige Protagonistin. Zunächst manchmal etwas naiv mausert sie sich zu einer starken und mutigen Kämpferin, die spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Die Dialoge waren dementsprechend humorvoll, direkt und manchmal sarkastisch. Ihre immense Entwicklung machte mich stolz, ich habe sie gerne begleitet und mit ihr gelitten, gefühlt, gehofft und getrauert. Vor allem der letzte Teil des Buches zerriss somit nicht nur ihr Herz, sondern auch das meine. Dass die Geschichte von einem allwissenden Erzähler berichtet wurde fand ich in dem Fall sehr gelungen, da der Verlauf somit gut zu verfolgen war. Auch war genau das wichtig, um Gedanken verschiedener Charaktere und deren Positionen zu erfahren. Auch Danis mochte ich sehr gerne, nicht zuletzt wegen seiner attraktiven Darstellung und seiner direkten Art. Die schicksalhafte Wendung schockierte mich dabei völlig, ich war emotional total mitgerissen. Auch Wim war einer meiner Lieblinge, ebenso Ariel, der eine angenehme Konstante darstellte.


Ich mache mir keine Gedanken um den Thron. Der Thron bringt nicht den Frieden. Und der Mensch, der auf ihm Platz nimmt, entscheidet nicht darüber.
[Thalél Malis, Nancy Pfeil, S. 400]


Den Schreibstil fand ich insgesamt sehr angenehm und intensiv, Nancys Liebe zum Detail spürte ich nahezu in jedem Satz. Die Emotionen wurden auf mich übertragen, dass ich es im Zug las war dafür zwischendurch nicht sehr vorteilhaft, da mir Geräusche des Erstaunens, des Schocks und der Wut entglitten. Manches Mal legte ich das Buch aber auch kurz ab und seufzte, weil ich den Moment genießen und in den entstandenen bildhaften Gedanken schwelgen wollte. Die verschiedenen, wechselnden Settings konnte ich mir demnach hervorragend vorstellen. Selten verspürte ich bei einem Buch das Bedürfnis, es verfilmt sehen zu wollen, aber hier war es definitiv so. Die Darstellung der zwei Völker, wobei die Anarten in drei Stämme unterteilt waren, fand ich sehr gelungen, optisch wie charakterlich. Die Beschreibungen der Ortschaften überzeugte mich gänzlich. Ich stand an Neys Seite und ritt und lief gemeinsam mit ihr durch die Dörfer und Wälder. Sehr hilfreich fand ich die Begriffserklärungen am Ende des Buches.


Es gab rasante Plottwists, ungeahnte Wendungen und einen kontinuierlichen Wechsel von Sympathie und Antipathie gegenüber der Nebencharaktere. Ich wusste oft nicht, wer zu den „Guten“ gehört, wem ich trauen kann und wen ich lieber meiden sollte. In meinen Annahmen wurde ich des Öfteren getäuscht und anhand des ereignisreichen Verlaufs eines besseren belehrt. Das offen gehaltene Ende lässt auf einen ereignisreichen zweiten Band schließen.


Thalél Malis hat mich alles in allem total begeistert. Es war ein überwältigendes und intensives Leseerlebnis, welches mich emotional völlig mitgerissen und letztendlich sprachlos hinterlassen hat. Das Worldbuilding war sehr gelungen, die Darstellung und Ausarbeitung der Charaktere eindrucksvoll. Ein absolutes Must-Read für Fantasyfans und für mich definitiv ein Liebling!


Vielen Dank an den Tagträumer Verlag & Nancy Pfeil für das Rezensionsexemplar!

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

magie, fantasy, fantasie, organisation, bücher

Empire of Ink - Die Kraft der Fantasie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646603439
Genre: Fantasy

Rezension:


Das Cover gefällt mir gut, wobei ich sagen muss, dass ich es auf dem Reader in schwarzweiß sogar schöner finde. Ich mag Gelb- und Orangetöne einfach überhaupt nicht. Gelungen fand ich die Kapitelgestaltungen, die alle mit einer Überschrift UND einem passenden Untertitel gestaltet waren.


Der Einstieg problemlos, ich lernte die Protagonistin Scar(lett) kennen und erfuhr etwas über ihre aktuelle Lebenssituation. Die Beziehung zu ihrer Mutter wirkte distanziert und kühl, auf einer Basis von Desinteresse und Genervtheit. Ihre Mutter war wenig präsent und gleichzeitig aufgrund ihrer teeniehaften Unselbstständigkeit auf Scars Hilfe angewiesen. Scar wirkte zu Beginn trotzig, was ich in dem Zusammenhang sogar nachvollziehen konnte, intolerant und manchmal unpassend direkt. Mit der Zeit wusste ich sie zu nehmen, womit sie mir sympathisch wurde. Sie punktete durch Authentizität.


Sie trifft im Verlauf der Geschichte auf einen nerdigen Clan, durch den ein wirklich cooler Vergleich zu Big Bang Theory geknüpft wird. Die „Anhänger“ waren mir direkt sympathisch, auch wenn der Name Madheads nicht gerade positiv klingt. Jane, ihre neue Freundin und Zimmermitbewohnerin fand ich dramatsisierend und eifersüchtig, glücklicherweise durchlebte sie später eine angenehme Entwicklung. Freundschaft ist in der Geschichte ein generelles Thema, Loyalität und Macht schwingen mit. Interessant fand ich insbesondere die Namen der Charaktere. Was fällt euch ein, wenn ihr den Namen Maggie Mason hört? Zickige, arrogante Tussi? Richtig. Und auch Scar (engl. für Narbe/Kratzer) fand ich aufgrund ihrer Vergangenheit, aber auch im Hinblick auf die dramatische Entwicklung innerhalb der Geschichte sehr passend. Finn fand ich toll. Er war ein bisschen skurril, aber treu und selbstlos. Cooper fand ich hingegen schwer einschätzbar, vor allem im Bezug auf Lexi und ihre Handlungen. Auch da fand ich den Namen übrigens sehr passend, von der Bedeutung, aber auch vom Klang her (to coop in/out = einsperren; hide and coop = Versteckspiel). Zu viel möchte ich aber natürlich nicht verraten, lernt die Leute am besten selber kennen.


Die Idee der Geschichte fand ich super interessant. Die Integration einer magischen Parallelwelt, die auf der Kraft der Tinte basiert, fand ich sehr gelungen. Die fantasievolle Welt wirkte bunt und märchenhaft, zugleich durch ihre spezifischen Wesen düster und gefährlich. Ich hoffe, dass ich in den Folgebänden noch mehr darüber erfahren werde. Spannend war, wie die Parallelwelt in der normalen Welt in Erscheinung trat, und wodurch sie überhaupt sichtbar wurde, jedoch nicht für jeden…


Die Beziehungen der Charaktere wirkten zum Teil eher oberflächlich, die gefühlsbezogenen Äußerungen von Scar gegenüber gewisser männlicher Personen fand ich punktuell leider unauthentisch, da ging mir manches zu flott. Das Ende des ersten Bandes ist sehr offen gehalten, eigentlich fängt es jetzt erst richtig an und ich bin wahnsinnig gespannt, was der zweite Band bereithält.


Denn wir sehen was, was ihr nicht seht… Wir sind die Madheads!


Empire of Ink gefiel mir durch die Idee der fantasievollen, märchenhaften Parallelwelt basierend auf der Kraft der Tinte des geschriebenen Wortes richtig gut. Gelungen fand ich die Namenswahl und die Beschreibungen der Umgebung. Auch den Schreibstil fand ich sehr angenehm, es war spannend, jedoch bewegten sich die Charakterbeziehungen oft eher auf der Oberfläche. Meinerseits insgesamt ein Buchtipp!


Vielen Dank an den Carlsen Verlag & NetGalley für das Rezensionsexemplar.

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120 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

gefühle, fantasy, liebe, fear, kissed by fear

Winterseele - Kissed by Fear

Kelsey Sutton , Ursula Held
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.04.2017
ISBN 9783473585083
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Es wird immer noch nicht gesprochen. Wir tun, als gehörten wir zusammen, und wissen es doch besser. [Winterseele, Kelsey Sutton, S. 24]


Zu Beginn möchte ich die optische Gestaltung des Buches loben. Während des Lesens war ich zunächst aufgrund der Darstellung des Mädchens auf dem Cover verwundert, doch später fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen und ich fand es sehr passend. Auch das englische Originalcover finde ich schön, es wirkt ziemlich düster und abstrakt, ich habe es euch kürzlich in meiner Buchvorstellung gezeigt.


Der Schreibstil war sehr angenehm, teilweise metaphorisch, oft sehr bildhaft. Gelungen fand ich die optischen Beschreibungen der Gefühle, die die Protagonistin Elizabeth als Gestalt sehen, aber nicht fühlen konnte. Ich fand diese Idee sehr besonders, für mich war sie neu und in der Umsetzung richtig spannend. Am häufigsten begegnete mir Fear, das einzige „Gefühl“, das bei dem englischen Namen genannt wurde. Ich fand ihn sehr sympathisch, zum Ende hin hatte ich außerdem das Gefühl, dass er eigentlich eine gebrochene Seele war, insofern man das so nennen kann. Auch Joshua mochte ich sehr gerne, er war Elizabeth stets ein loyaler, treuer Freund, den sie selbst als nervig, stur und ausdauernd beschrieb, was ihn wirklich gut beschreibt. Er war da, wenn ihr alle anderen durch ihre besondere Art den Rücken kehrten.


„Wenn wir nichts riskieren, werden wir nie die Dinge entdecken, für die es sich zu leben lohnt“ [Winterseele, Kelsey Sutton, S. 213]


Der interessanteste Aspekt war für mich die Herkunft von Elizabeth und damit einhergehend der Verlauf ihrer eigenen Geschichte, ebenso die Auswirkungen auf ihre Zukunft. Von den Wendungen diesbezüglich wurde ich total überrascht. Auch gab es einige dramatische Momente, die mich total mitfiebern ließen, vor allem natürlich die Begegnungen mit einem bestimmten Charakter. Kelsey Sutton schaffte es, eine authentische Atmosphäre zu schaffen, und Emotionen passend zu beschreiben, sodass ich mitfühlen konnte. Ich hoffte, trauerte und kämpfte mit Elizabeth. Sehr emotional fand ich die familiäre Situation von ihr, ebenso den Umgang mit ihren Eltern. Beim Auftreten von Tim bekam ich jedes Mal eine Gänsehaut und spürte, dass etwas in der Luft lag. Obwohl Fear Menschen das fürchten lehrt, besaß er dabei oftmals eine gegensätzliche Rolle, die ich als angenehm, konstant und haltgebend empfand. Die Flashbacks von Elizabeth fand ich unglaublich gut beschrieben, auch sorgten sie dafür, dass ich stets weiterlesen und erfahren wollte, was es mit Rebecca und Landon auf sich hatte.


Das Ende fand ich passend, auch wenn ich gerne noch mehr über Morgan erfahren hätte, waren ihre Auftritte in der Geschichte doch recht knapp. Über die exklusive Bonusgeschichte, auf die man mit einem QR-Code zugreifen konnte, habe ich mich sehr gefreut. Sie verrät einen wichtigen Wendepunkt der Geschichte und sollte deshalb wirklich erst nach der Hauptstory gelesen werden. Auch bietet sie einen tieferen Einblick in die Gedanken von Elizabeth bezüglich der Entwicklung ihrer Geschichte und deren Ausgang, sowie in ihre Vergangenheit und dort enthaltene wichtige Personen.


Winterseele ist eine spannende, besondere Geschichte mit düsteren Gänsehautmomenten, die mich durch einen angenehmen, bildhaften Schreibstil und authentische Charaktere überzeugen konnte. Den Aspekt, Gefühle und Elemente als menschliche Gestalten darzustellen und in eine Geschichte zu integrieren fand ich sehr gelungen. Besonders beeindruckend fand ich die Botschaft, die dadurch rüber kam. Meinerseits definitiv ein Buchtipp!


Vielen Dank an den Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar.

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347 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

magie, london, fantasy, diebin, parallelwelten

Vier Farben der Magie

V. E. Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

Rezension:


Zur optischen Gestaltung möchte ich anmerken, dass ich das Cover und ebenso die Kapitelunterteilungen sehr gelungen finde. Die Farben auf der Vorderseite sind eher minimalistisch gehalten, was ich aber gut und passend finde. Auch der rote Rahmen gefällt mir richtig gut. Jedes Kapitel verfügt über eine eigene Seitentrennung mit Überschrift und einer kleinen Grafik. Die „großen“ Kapitel beinhalten dann nochmal kleinere Unterteilungen. Gut finde ich, dass der Klappentext auf dem Buchrücken nicht allzu viel verrät. Leider sind da drunter jedoch die Cover der gesamten Reihe abgebildet, womit die Überraschung natürlich ein wenig verloren geht.


Schon die ersten Sätze sorgten dafür, dass ich in die Geschichte gezogen wurde und die Welt um Kell nicht mehr verlassen wollte. Das Wordbuilding war insgesamt sehr facettenreich, die verschiedenen London – Grau, Rot, Weiß, Schwarz – wurden allesamt richtig gut beschrieben. Auf Seite 15 werden die Städte übrigens näher definiert, falls ihr das Buch parat habt und nachlesen wollt. Später werden den vier London auch bestimmte Charaktere, die einem im Verlauf der Geschichte begegnen, zugeordnet, sodass man weiß, wo diejenigen ihre Heimat haben. Die Atmosphäre der verschiedenen London war sehr unterschiedlich, was beim Lesen stets gut projiziert wurde. Die jeweils vorhanden Lebewesen waren zum Teil mysteriös, manchmal gruselig und oft magisch.


Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Trotz vieler Beschreibungen von Welten und Charakteren konnte ich dem Verlauf gut folgen und geriet nicht ins Stocken. Zunächst angenommen, dass es sich hier um ein Buch handelt, für das viel Konzentration erforderlich ist, flog ich letztendlich nur so durch die Seiten und wollte stets wissen, wie es weitergeht. Dafür sorgten unter anderem die Kapitelenden, die oftmals einen kleinen Cliffhanger beinhalteten.


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Plot Twist her. Wahnsinn, wie viele unerwartete Wendungen und Überraschungen die Geschichte bereithielt! Sie war nicht durchgehend rasant, es gab auch ruhigere Momente zum Verschnaufen. Aber oftmals war ich völlig baff aufgrund der beschriebenen, teils sehr dramatischen Ereignisse. Für manche Schockmomente benötigte V.E. Schwab nicht viele Worte, kleine Anmerkungen reichten schon aus.


Den Protagonisten Kell mochte ich wahnsinnig gerne. Er war mutig, stark und loyal. Und ich war super neidisch auf seinen coolen Mantel! Seine Gefährtin Lila stahl ihm jedoch ein kleines bisschen die Show, für mich persönlich zumindest. Die Taschendiebin Lila war ein großartiger, gelungen gezeichneter Charakter in der Geschichte. Sie war unfassbar mutig und neugierig, stark und weich zugleich, sarkastisch und frech. Sie nahm kein Blatt vor den Mund. Auch kam zum Ende hin ein wichtiges Detail über sie heraus, dessen Herkunft und Einfluss noch im Verborgenen liegen.


„Ich werde nicht sterben“, sagte sie. „Nicht, bevor ich es gesehen habe.“
„Was gesehen?“
Ihr Grinsen wurde breiter. „Einfach alles.“
[Vier Farben der Magie, V.E. Schwab, S. 239]


Im Hinblick auf den raffinierten Verlauf der Geschichte inklusive mehrerer Stränge kam das Ende dann etwas abrupt, ebenso die Lösung des eigentlichen Grunds und damit einhergehend Problems des Abenteuers. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, zumal der Schluss relativ offen gehalten war.


Vier Farben der Magie war abgesehen vom abrupten Ende ein wahrliches Highlight. Die High-Fantasy Geschichte überzeugte mich durch ein gekonnt konstruiertes Wordbuilding und interessante, mutige Charaktere. Ich freute mich insbesondere darüber, dass Liebe und Romantik endlich mal keine Rolle spielten, sondern der Fokus auf einem spannenden Abenteuer lag.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

sonnenglut, anthologie, sabine schulter, romance, zombie

Sonnenglut

Vinya Moore , Sabine Schulter , Cornelia Pramendorfer , Jaqueline Kropmanns
E-Buch Text: 178 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 12.05.2017
ISBN B06XFHBFZM
Genre: Fantasy

Rezension:


"Konnten sie nicht einfach friedlich nebeneinander leben? Nein, das war nicht möglich, denn es gab immer jemanden, der zu gierig war, um ein Volk in Frieden zu belassen." (aus: Sabine Schulter – Das Feuer des Phönix)


Die Anthologie beinhaltete zehn Kurzgeschichten aus verschiedenen Genres: Fantasy, Romance, Erotik, Dystopie, Urban Fantasy, New Adult. Den Genremix fand ich persönlich wirklich erfrischend. Interessant fand ich insbesondere aber, dass ich so einen Einblick in diverse Schreibstile erhielt und neugierig auf die anderen Bücher der jeweiligen Autoren wurde.


Meine favorisierten Geschichten waren:


Das Feuer des Phönix (Sabine Schulter, Fantasy), wo es um einen spannenden Kampf ging, aber ebenfalls um Liebe und Hoffnung
Eiszeit mit Zombies (Juliane Schiesel, Dystopie), wobei es sich um eine dystopische Geschichte handelte, die in der Eiszeit spielte und mich persönlich durch den sarkastischen Ton der Protagonisten und die kursiv gedruckten Rückblicke überzeugte
Sommerphantasie (Vinya Moore, Erotik), wo eine Forscherin auf einer Expedition ein wahrlich interessantes und heißes Abenteuer erlebte
Leider gab es auch Geschichten, die mich persönlich nicht überzeugen konnten: die Romance-Storys fand ich zu klischeebehaftet und zu kitschig, auch fand ich die Protagonistin in der Dystopie Sonnensteine durch ihre dramatisierende, selbstbemitleidende Art recht nervig. BLUT war aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Vampirgeschichte handelte, thematisch nicht mein Fall.


Besonders interessant fand ich bezogen auf die Kurzgeschichten natürlich die Integration des Wortes „Sonnenglut“ und die thematische Umsetzung davon. Dabei fiel auf, dass es wirklich vielseitig eingebracht wurde, ob als Diamant, Drink, Heilmittel, Schiff oder Gift, und Inhalte spannend und oft sehr gelungen drum herum konstruiert wurden.


Viele Geschichten wirkten in sich rund und abgeschlossen, andere beinhalteten ein recht offenes Ende, worauf ich mich aber insgesamt gut einlassen konnte. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir innerhalb des jeweiligen Handlungsverlaufes etwas fehlte.


Die Sonnenglut Anthologie war alles in allem ein angenehmes Leseerlebnis für mich. Es gab einige Kurzgeschichten, die mir richtig gut gefielen und dafür sorgten, dass ich auch innerhalb der kurzen Seiten vor Spannung mitgefiebert habe, aber auch mal laut lachen musste. Ich kann sie Fans von Anthologien somit definitiv empfehlen. Meinerseits ein Buchtipp!


Vielen Dank an Sabine Schulter für das eBook-Rezensionsexemplar!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Nichts - Mein Freund

Ina M. Laurin
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 18.01.2016
ISBN 9781523443239
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ich starrte noch lange an die Zimmerdecke, als klebten dort all meine Sorgen. Ich konnte nur hoffen, dass sie nicht irgendwann auf mich fielen und mich unter sich begruben. [Nichts mein Freund, Ina M. Laurin, S. 200]


Das Cover finde ich durch seine Schlichtheit sehr ansprechend, auch passt es meiner Meinung nach hervorragend zur Geschichte.


Relativ schnell merkte ich, dass der Schreibstil schonungslos ehrlich und angenehm zu lesen war. Ich wurde regelrecht an die Seite von James katapultiert und begleitete ihn auf seinem Weg, der nie einfach, manchmal witzig, aber vor allem authentisch wirkte. Trotz der Tatsache, dass es sich um einen männlichen Protagonisten handelte, konnte ich mich gut mit ihm identifizieren. Ina M. Laurin schaffte es, den ehrlichen Stil durch sarkastische und humorvolle Passagen aufzulockern, aber auch tiefgründige Aussagen zu integrieren, womit die Spannung durchgängig gehalten werden konnte.


Wieso malte man sich Augenbrauen? Ich war immer davon ausgegangen, dass jeder welche von Geburt an hatte. Aber was wusste ich schon. [Nichts mein Freund, Ina M. Laurin, S. 267]


James führte ein recht einsames, gar trauriges Leben, mit einem nervigen Job und einer chaotischen Bude, in der er hauste. An seiner Seite befand sich als beste Freundin die Schildkröte Milla, mit der er Gespräche führte, was ich ziemlich sympathisch fand. Milla stellt eine sichere Konstante (und nahezu einen kleinen Lichtblick) in seinem Leben dar, um die er sich kümmern, für die er einkaufen und sorgen musste – zum Glück!


Zum Inhalt möchte ich eigentlich gar nicht viel verraten, wer möchte kann gerne den Klappentext oben lesen, der einiges über die besondere Geschichte des Protagonisten mit einer dramatischen Vergangenheit aussagt. Nur so viel: es geht um wichtige und zeitlose Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe, Vergebung und Selbstfindung. James stellt sich, gezwungener Maßen, im Verlauf der sehr ehrlichen und authentischen Geschichte seinen inneren Dämonen und findet nach und nach aus der Gleichgültigkeit, die seinen Alltag bestimmt, heraus.


Interessant fand ich das Vorgehen des Fremden, der James auf sehr skurrilen und spannenden Wegen notiz- und briefartige Handlungsanweisungen zukommen ließ. Er recherchierte wirklich gut, improvisierte aber auch mal, wenn dies spontan aufgrund James‘ Handeln nötig war. Auch die anderen Charaktere waren sehr interessant, ebenso einzelne Zusammenhänge der Hintergründe und die Entwicklung einzelner Beziehungen. Insbesondere der Protagonist durchlebte eine positive Entwicklung.


Ich wusste relativ schnell, wer der Fremde ist, was ich aber im Nachhinein nicht schlimm finde. Ich war nicht sehr überrascht, und doch erstaunte mich die Erklärung und Argumentation seiner Intention, wodurch sich das Bild, was ich anfangs zu ihm hatte, wandelte. Somit gefielen mir die Auflösung und auch das Ende der Geschichte richtig gut. Es war rund und ich klappte das Buch mit einem guten Gefühl zu. Einzelne Aspekte brachten mich zum Nachdenken, sorgten dafür, dass auch ich bestimmte Situationen und Konsequenzen, die das Leben mit sich bringt, hinterfragte.


Bei Nichts mein Freund handelt es sich um eine sehr ehrliche und vor allem wichtige Gegenwartslektüre über einen jungen Mann, der in Gleichgültigkeit lebt, die von dramatischen Ereignissen in seiner Vergangenheit genährt wurde. Die Geschichte sagt aus, dass es immer jemanden gibt, der hinter einem steht. Dass es sich immer lohnt, belastende Dinge aus dem Weg zu schaffen, egal wo dieser (gemeinsame) Weg dann hinführt. Ich habe gemeinsam mit James gelitten, aber auch gelacht. Ich habe ihn sehr gerne begleitet, auch mal über ihn und sein Handeln gestaunt, ihn gar bewundert. Somit alles in allem meinerseits definitiv ein Buchtipp! 


Vielen Dank an Ina M. Laurin für das Rezensionsexemplar!

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

dark diamonds, götter, raben, pechschwarze schwingen, ravens blood

Raven's Blood. Pechschwarze Schwingen

Sylvia Steele
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300284
Genre: Fantasy

Rezension:


Was für ein tolles Cover! Auch, wenn ich das Buch bereits gelesen habe, schaue ich es mir immer wieder gerne an, weil ich es unglaublich passend und schön finde.


Ich mag Sylvia Steeles Schreibstil sehr gern, somit war ich nach Immergrün natürlich total gespannt auf ein weiteres Buch von ihr. Der Einstieg gelang fast wie von selbst, ich fühlte mich direkt wohl. Das Setting wurde wirklich super gut beschrieben, sodass ich detaillierte Bilder im Kopf hatte und regelrecht in die Geschichte gezogen wurde. Die Charaktere wirkten alle lebendig und ich hatte das Gefühl, gemeinsam mit ihnen an den beschriebenen Orten zu sein. Auch wirkten Gedanken dadurch besonders greifbar und ehrlich. Ich musste stellenweise übrigens wirklich laut lachen, insbesondere aufgrund von Alexas Monologen. Sie ist einfach herrlich normal und ein bisschen verpeilt. Auch die Dialoge wirkten zum Teil sehr witzig und auflockernd, insbesondere in bestimmten Situationen.


Egal ob aufgrund von dramatischen, bedrohlichen oder besonders schönen Situationen, ich hatte oftmals eine richtige Gänsehaut aufgrund der gekonnt dargestellten Emotionen, die sich beim Lesen auf mich übertrugen. Ich habe gemeinsam mit Alexa eine wahre Gefühlsachterbahn durchlebt. Bezogen auf die Liebesgeschichte ist anzumerken, dass ich sie keinesfalls als kitschig oder superekelschnulzig empfand, sondern als romantisch, spannend und zum Teil dramatisch. Jake hat außerdem definitiv Bookboyfriend-Potential!


Die Protagonistin Alexa ist ironisch, meistens selbstreflektiert und kein naives Dummchen. Sie ist 21 Jahre alt, was viele sicherlich freuen wird, die sich nicht gut mit sehr jungen Protagonisten identifizieren können oder wollen. Auch werden im Verlauf der Geschichte super interessante Details über ihre Herkunft bekannt. Auch schlummern in Alexa tief verborgene Mächte, die wirklich richtig cool sind! Auch spielt ein Rabe dabei eine entscheidende Rolle. Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls sehr sympathisch, allen voran ihr Onkel Rick.


Zur Thematik kann ich leider aufgrund der Spoilergefahr nicht viel sagen. ABER sie war besonders, anders und vor allem überraschend. Es ging um die wahrlich sehr interessante Herkunft einer authentischen Protagonistin und eine wirklich bunte, witzige Familiendynamik mit gefährlichen Anteilen. Auch gab es Themen, die gekonnt in die Geschichte integriert wurden und für unvorhersehbare Wendungen sorgten, die mich völlig vom Hocker gerissen haben.


Jede Wendung, jeder Plot Twist steigerte meine Begeisterung und ließ mich am Ende sprachlos zurück. Der Schluss war relativ offen, beinhaltete aber keinen richtig fiesen Cliffhanger.


Raven’s Blood überzeugte mich durch unerwartete Plot Twists, gekonnt integrierte Themen und tolle Charaktere. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und bildhaft, die Settings wurden hervorragend beschrieben, sodass ich mir alles richtig detailliert vorstellen und mich in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Die Emotionen kamen gut rüber, die Wendungen pusteten mich vom Hocker. Für mich gehört die Geschichte somit in die Kategorie Liebling.


Vielen Dank an Carlsen und NetGalley für das eBook-Rezensionsexemplar!

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, olivia mae, requia, #requia, verschiedene länder

Requia

Olivia Mae
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Greil, Denise, 27.04.2017
ISBN 9783950443028
Genre: Fantasy

Rezension:


Zu Beginn hatte ich kleine Schwierigkeiten, bei den vielen Charaktere und den herrschenden Strukturen durchzublicken. Doch nach wenigen Kapiteln war ich in der Geschichte drin, die hauptsächlich auf dem Planeten Aurelis spielt, der von einem Ozean umschlossen ist, über dem fliegende Inseln anzutreffen sind. Sie wurde aus fünf verschiedenen Sichtweisen erzählt, die auch gleichzeitig die Protagonisten darstellten. Dabei gab es aber auch immer Gegenspieler, die ebenfalls innerhalb der einzelnen Kapitel zu Wort kamen. Nach der ersten Hälfte war ich dann gänzlich gebannt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Durch die die Sichtweisen betreffenden Wechsel wurde ich zum Teil sehr auf die Folter gespannt und fieberte dem nächsten Kapitel der jeweiligen Person entgegen. Auch hatte ich keine Schwierigkeiten, in die Handlungen der einzelnen Erzählstränge durch die Wechsel zurück zu finden.


Die Charaktere waren allesamt interessant, Olivia Mae gelang es, jedem einzelnen individuelle Eigenschaften durch einen fantasievollen, sehr besonderen Schreibstil einzuhauchen. Die Darstellung von Gut und Böse war gut integriert, auch wenn manchmal zunächst gar nicht klar war, wer welcher Seite zugehörte, oder ob die einzelnen Gesinnungen feindlich oder friedlich waren. Auch gab es stellenweise recht humorvolle Passagen, die die Geschichte auflockerten. Besonders gut gefiel mir außerdem der Mix aus heutiger Zeit mit modernen Technologien und dem anderen Zeitalter, der teilweise mittelalterlich wirkte. Dieser Mix wurde zum Ende hin richtig gut kombiniert, auch fand ich die Zusammenführung der verschiedenen Stränge faszinierend. Wo ich zunächst annahm, dass es sich um komplett unterschiedliche, nebeneinander her laufende Geschichten handelt, wurde ich im Verlauf eines besseren belehrt und sehr überrascht. Die Darstellung der Namenlosen fand ich ebenfalls gelungen. Diese Gruppierung gehörte zu meinen favorisierten Völkern, sie wirkten geheimnisvoll und stark.


Mein Favorit in der Geschichte war Madras. Das zunächst brave, behütete Mädchen, das sich an die Regeln des Systems hielt, entwickelte sich im Verlauf durch einschneidende Ereignisse zu einer mutigen und starken Frau. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit ihr weiter geht und welchen Anteil Ryu dabei nimmt. Auch Aire und Quar waren für mich sehr interessante Charaktere, deren Entwicklung war ziemlich spannend und auch da gab es ein recht offenes Ende, das neugierig auf mehr macht. Aber auch Yana durchlebte im Hinblick auf die entstandenen Umstände eine immense Entwicklung.


Die Augen schlossen sich, ihre Welt schwankte.
Kopfschmerzen? Check.
Druck auf der Brust? Check.
Panische Angst? Check.
Feigling?
Die Augen wieder öffnend, sah Yana entschlossen auf den Knauf. Tief holte sie Luft, dann raunte sie: „Sicher nicht.“ und öffnete die Tür.


Das Ende war wie bereits angedeutet relativ offen, auch wenn sich schon einiges durch die Zusammenführung einzelner Ereignisse und Geschichten erklärte. Praktisch fand ich die Hintergrundinformationen am Ende des Buches, in denen die verschiedenen Völker und Personen beschrieben und definiert wurden. So konnte ich zwischendurch nachschauen, wie einzelne Begriffen gemeint oder wo einzelne Personen einzuordnen waren. Auch regte dies zum nachträglichen Stöbern an, was ich als sehr informativ und bereichernd empfand.


Requia war insgesamt wahnsinnig facettenreich und überzeugte mich vor allem durch einen besonderen, fantasievollen Schreibstil, der mich in den Bann zog und kaum aus seinen Klauen ließ. Die Zusammenführung der einzelnen Stränge empfand ich als sehr gelungen. Die einzelnen Völker, Gruppierungen und Charaktere waren interessant. Die Geschichte regte dazu an, immer mal wieder in den einzelnen Kapiteln zu stöbern und bei den jeweiligen Personen vorbeizuschauen. Ich habe es sehr genossen, das Buch zu lesen und bin froh, dass noch weitere Teile aus der Welt erscheinen werden.

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

liebe, ink rebels, trennung, drogen, party

Me, without Words

Kira Minttu
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ink rebels, 01.05.2017
ISBN 9783958692916
Genre: Jugendbuch

Rezension:


„Die Stille ist so laut, demnächst werde ich schreien, um sie zu übertönen.“ 


Schon nach dem ersten Satz ahnte ich, dass es sich insbesondere zu Beginn nicht um eine Geschichte handeln wird, die voller Sonnenschein und Harmonie ist. Nach wenigen weiteren Sätzen war mir klar, dass dieser beeindruckende Schreibstil dafür sorgen wird, dass ich völlig von der bedrückenden und emotionalen Handlung gefesselt werden würde. Und dabei blieb es. Nicht nur, dass schon die inhaltliche Beschreibung des Buches irgendwie anders, irgendwie besonders war. Die gesamte Geschichte um Julika, ihre Familiendynamik und ihre Clique war besonders, und doch greifbar, mir quasi nicht fremd. Ich konnte gut mit ihr mitfühlen und mich mit ihr identifizieren. Ich glaube, viele von uns kennen die Haltlosigkeit, die unsere Jugend punktuell prägte. Die Schwierigkeit, herauszufinden wer man selbst ist und wo man überhaupt hin möchte. Die Notwendigkeit eines stabilen Umfelds, das einen dabei stützt. Und die teils gravierenden Konsequenzen eines nicht Vorhandenseins dessen.


Die Protagonistin Julika war oft genervt. Sie wirkte teilweise wenig reflektiert, wenig zugänglich. Ihre impulsiven Äußerungen und Handlungen zeugten teils von willkürlichen und fragwürdigen Intentionen. Und doch waren sie irgendwie verständlich, irgendwie nachvollziehbar, nahezu logisch im Betracht auf vorhergegangene Situationen und dramatische Erlebnissen, die sie langfristig prägen würden. Und somit war sie mir insgesamt sympathisch. Weil sie echt war. Manchmal wollte ich unterstützend an ihrer Seite stehen. Manchmal wollte ich sie belehren, sie ausschimpfen. Meistens aber empfand ich so etwas wie Zustimmung. Ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich seufzte, nickte und den Reader kurz aus der Hand legte, um mir situative Beschreibungen erneut durch den Kopf gehen zu lassen. Auch Marc war mir sympathisch, auch wenn ich die ganze Zeit über ein eigenartiges Gefühl hatte, was ihn und seine geheimnisvollen, düsteren Hintergründe betraf. Einige Details der Entwicklung waren somit für mich vorhersehbar, was ich aber keinesfalls als negativ empfand. Levin fand ich ätzend und egoistisch. Früher wäre er für mich dieser typische „typisch Jungs!“ Kandidat. Die beste Freundin der Protagonistin, Katinka, fand ich zunehmend angenehm. Zunächst war ihr Verhalten gegenüber Julika von dem Einfluss der Clique geprägt, ebenso von ihren eigenen Absichten. Wie sich das dann entwickelte solltet ihr lieber selbst herausfinden.


„Warum kann man bestimmte Momente im Leben nicht in ihrer ganzen Intensität für immer aufbewahren?“


Die Entwicklung der Geschichte fand ich insgesamt sehr authentisch. Sie war wahnsinnig emotional, spannend und echt, was durch den schonungslos ehrlichen Schreibstil hervorragend rüber kam. Es gab zahlreiche dramatische und einschneidende Ereignisse, die mich total mitfiebern ließen. Es gab überraschende Wendungen, aber ebenso ruhige Momente. Mir fiel der Abschied von Julika nicht leicht, ebenso würde ich natürlich gerne erfahren, wie es mit ihr und den Menschen in ihrem nahen Umfeld weitergeht, da einige Details relativ offen blieben. Mich persönlich stimmte die Geschichte nachdenklich, auch wird die individuell beschriebene Thematik, die gesellschaftlich immer präsent sein wird, mir aber auch häufig in meinem Beruf begegnet, vermutlich noch lange nachhallen.


Eine mitreißende und bedrückende Young Adult Geschichte mitten aus dem Leben einer starken und authentischen Protagonistin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Die beschriebene Thematik, insbesondere die familiäre Dynamik fand ich ergreifend, den Schreibstil großartig. Lesenswert, irgendwie ziemlich wichtig, irgendwie besonders und damit definitiv ein Liebling.

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353 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 103 Rezensionen

dämonen, fantasy, rache, blut, kampf

Ein Käfig aus Rache und Blut

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959912914
Genre: Fantasy

Rezension:


Zu Beginn möchte ich gerne die tollen Arbeiten von Anja Uhren loben, deren Illustrationen den Lesegenuss zusätzlich gesteigert haben. Auch das Cover gefällt mir richtig gut. Die abgebildete Frau passt hervorragend zu der Protagonistin Alison.


Die Geschichte wurde in der Perspektive von Alison erzählt, wobei es außerdem ein paar Kapitel gab, die aus der jeweiligen Sicht verschiedener Charaktere berichteten, jedoch aus der dritten Person. Das fand ich angenehm und sinnvoll, da sich im Verlauf verschiedene Stränge entwickelten und ich dadurch trotzdem immer einen Einblick in die Geschehnisse hatte.


Die Thematik der verschiedenen Wesen, u.a. Menschen, Schatten- und Königsdämonen sowie Kaskaden fand ich wahnsinnig spannend. Besonders gelungen fand ich die Art, wie diese miteinander agierten, ebenso die im Buch enthaltenen fast märchenhaften Erzählungen über geschichtliche Hintergründe. Auch hier war ich sehr schnell beeindruckt von dem Schreibstil, der dafür sorgte dass ich völlig in die Geschichte eintauchen konnte und nicht mehr aufhören wollte. Die erschaffene Welt empfand ich somit als gelungen und inspirierend, insbesondere die Mischung aus Magie, diversen Kreaturen und Völkern mit spezifischen Waffen und – teilweise sehr grausamen – Ritualen in einem Setting einer zerstörten, postapokalyptischen Umgebung.


Die Charaktere waren alle interessant, allen voran natürlich Alison. Sie war mir durch ihre sarkastische Art sehr sympathisch. Ich mochte, dass sie schlagfertig, aber zugleich teilweise tollpatschig und sehr weich war, sich immer positioniert hat und zu ihrer Meinung stand, unabhängig von ihrem Gegenüber und dessen Position. Sie wurde hauptsächlich von der Rache angetrieben und hatte stets ihre eigenen moralischen Ansichten, die im Verlauf jedoch ins Wanken gerieten. Auch Gareth mochte ich irgendwie, auch wenn ich ihn zu Beginn unausstehlich, arrogant und grausam fand. Die Dialoge der beiden waren amüsant. Evans Entwicklung fand ich sehr interessant. Ich bin gespannt, wohin diese führen wird und ob er seine Motivation behält. Laura Labas schaffte es, allen Charakteren etwas ganz spezielles einzuhauchen und sie zu etwas besonderem zu machen, selbst jenen, die zunächst nur eine Nebenrolle spielten.


Das Ende hielt eine Überraschung bereit, deren Bedeutung sich mir noch nicht ganz erschlossen hat und den ersten Band somit eher recht offen und etwas cliffhangermäßig, wie man es von Lauras Büchern kennt, beendete. Zum Glück steht Teil 2 bereits im Regal, worauf ich schon wahnsinnig gespannt bin.


Eine wahnsinnig spannende, facettenreiche Geschichte in einem postapokalyptischen Setting mit interessanten Völkern, Kreaturen und damit einhergehenden Ritualen, die ohne Klischees auskommt. Die schlagfertige, sarkastische Protagonistin war mein Highlight, ich habe sie sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und konnte durch den tollen Schreibstil gut mit ihr mitfühlen. Ein Käfig aus Rache und Blut war für mich ein super gelungener Auftakt einer Reihe und macht definitiv neugierig auf mehr. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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58 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

romance, thronfolger, monarchie, royals, tina köpke

Royal Me - The Masquerade

Tina Köpke
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 04.12.2016
ISBN B01MRJWS0B
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte wurde aus verschiedenen Perspektiven berichtet, von 8 Personen, die alle Einfluss auf den Verlauf nahmen. Gut fand ich, dass ich dadurch einen Einblick in die verschiedenen Sichtweisen bekam, auch fiel es mir nicht sehr schwer, die Personen auseinander zu halten, wie zunächst auch aufgrund der knappen Seitenzahl angenommen.

Durch die Kürze des Buches stellte der erste Teil somit einen Einstieg in die Thematik und die verschiedenen Situationen der Charaktere dar, was ich grundsätzlich sehr angenehm fand. Die Idee, die Geschichte als Episoden innerhalb von Staffeln aufzubauen war mir bisher nicht bekannt.

Auf 156 Seiten erfuhr ich bereits einiges über die sehr verschiedenen Charaktere und deren Beziehungen untereinander, denn natürlich kennen sich ein paar der Thronerben bereits. Meine Favoriten, deren weiterer Verlauf mich sehr interessiert, waren Val, Maya, Oliver und Lina. Aber auch Priya fand ich super interessant, nicht zuletzt aufgrund ihrer recht fremden Kultur und damit einhergehenden moralischen Vorstellungen, die ihr Verhalten immens beeinflussen.

„Als er meinen Namen sagte, durchzuckte ein Blitz meinen Körper. Er betonte ihn gar nicht besonders, aber zuvor hatte ich noch nie gehört, wie ein Mann ihn ohne jegliche Art von Ehrfurcht oder Angst aussprach.“ [Royal Me, S. 79]

Den Aspekt, die Thronfolger zur Sicherheit an einem geheimen Ort unterzubringen fand ich sehr spannend, zumal dies natürlich einiges an Eigendynamik mitbringt und hervorragender Stoff für eine royale, romantische und sicherlich dramatische Geschichte ist. Ich bin weiterhin sehr gespannt darauf, was es mit den Rebellen auf sich hat und würde mich freuen in den nächsten Bänden nähere Hintergründe darüber zu erfahren.

Das Ende beinhaltete dann noch eine Überraschung, die mich sehr neugierig auf den nächsten Band stimmte.

Eine romantische und spannende erste Episode und damit ein gelungener Start der Romance-Serie, die neugierig auf mehr macht. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und kann das Büchlein Fans von serienartigen royalen Geschichten empfehlen. Für mich gehört Royal Me somit in die Kategorie Buchtipp.

Vielen Dank an Tina Köpke für das Rezensionsexemplar!

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

zweimal im leben, romantasy, zeilengold, 2017, fremde welten

Elfenfehde: Zweimal im Leben

Mariella Heyd
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Zeilengold, 23.01.2017
ISBN 9783946955993
Genre: Sonstiges

Rezension:


Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht, ich erfuhr etwas über Feodoras Job in der Bibliothek, woraufhin schon die Haupthandlung mit einem großen Knall startete, was ich persönlich sehr gelungen fand, da ich somit genauso überrascht und erschrocken war wie die Protagonistin und natürlich unbedingt wissen wollte, was passiert war.


Den Schreibstil empfand ich als locker und angenehm. Die beiden Welten und insbesondere die Anderswelt wurden interessant beschrieben. Die Atmosphäre wirkte magisch, aber auch düster. Schön fand ich vor allem die Karte, die in den ersten Seiten abgebildet war, jedoch hätte ich mir innerhalb der Geschichte einen differenzierteren Ausbau der einzelnen Settings gewünscht, ich hätte sehr gerne mehr über die Ortschaften erfahren. Die Integration von Märchenelementen in die Geschichte war hingegen sehr gut umgesetzt, einzelne Situationen brachten mich zum Schmunzeln.


Die Charaktere waren vielseitig. Feodora war mutig und neugierig, und für mich eine recht angenehme, sympathische Protagonistin, die ich aber durchaus gerne mal zur Vernunft gewiesen hätte. Teilweise wirkte sie unbeholfen und gutgläubig. Zerdon mochte ich gerne. Er war zeitweise ziemlich mysteriös, aber auch freundlich, humorvoll und ironisch. Der Dunkelelf war für mich wenig einschätzbar und brachte schon eine gewisse Gefahr mit sich, die immer mitschwang. Ich hatte stets das Gefühl, dass es nicht mit rechten Dingen zuging. Die Darstellung von ihm im Verlauf war seiner Rolle entsprechend dunkel und furchteinflößend. Die Nebencharaktere waren zum Teil aufgrund vergangener Geschehnisse verrückt, es ergaben sich skurrile Situationen, die den Verlauf spannend und besonders machten.


Die Thematik empfand ich als interessant, jedoch ebenfalls als ausbaufähig. Manches passierte in meinen Augen zu schnell, ich hatte das Gefühl, dass ein paar wichtige Dinge regelrecht an mir vorbei gingen und somit leider nicht in Erinnerung blieben. Eigenartig fand ich außerdem Feodoras kaum vorhandene Reaktionen auf gewisse Umstände, die sie betrafen. Ich persönlich wäre vermutlich mehrfach aus den Latschen gekippt.


Zum Ende hin wurde es dann nochmal richtig spannend, das I-Tüpfelchen war dann ein wirklich fieser Cliffhanger, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.


Eine süße, märchenhafte, aber auch düstere Geschichte. Das Konstrukt der beiden Welten fand ich sehr interessant. Beeindruckend waren für mich insbesondere die skurrilen Nebencharaktere und die düsteren, verrückten Situationen die daraus entstanden waren. Gerne hätte ich mehr über die Ortschaften und die dort lebenden Menschen erfahren und hätte mir diesbezüglich einen differenzierteren Ausbau gewünscht. Auch entwickelte sich manches meiner Meinung nach zu rasant und ging damit an mir vorbei. Für mich war Elfenfehde somit eine spannende Zwischendurchlektüre.


Vielen Dank an den Zeilengold Verlag für das Rezensionsexemplar!

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